Medizinisches Cannabis auf Rezept

Natürlich können Sie bei uns medizinisches Cannabis auf Rezept beziehen, aber das ist nicht alles…
Wir sind die Experten für Cannabis in Wuppertal. Wir beraten, recherchieren und helfen Ihnen gerne weiter bei sämtlichen Fragen rund um Cannabis, denn wir machen immer wieder Fortbildungen zu diesem Thema. Viele Cannabispräparate haben wir für Sie vorrätig.

Was machen wir als Apotheke?

Bevor wir die Blüten an sie abgeben, prüfen wir jede Sorte auf ihre Identität. Das ist für uns ein aufwendiges mehrstündiges Verfahren. Hier werden nasschemische Methoden wie Dünnschicht-Chromatographien und mikroskopische Untersuchungen durchgeführt. Diese Prüfmethoden müssen gemäß dem Deutschen Arzneibuch oder ähnlichen Vorschriftsregularien durchgeführt werden.

Auch Extrakte, Kapseln oder Lösungen können wir für Sie herstellen, je nachdem was der Arzt für Sie wünscht.

Die meisten Cannabiszubereitungen sind individuell für Sie zubereitete Arzneimittel, die zeitaufwendig in unserem Apothekenlabor hergestellt werden. Deshalb bitten wir Sie, dass sie uns mindestens einen Tag Zeit geben, um diese Zubereitungen für Sie anzufertigen.
Gern bringen wir Ihre Arzneimittel nach Vorlage des Originalrezeptes auch zu Ihnen nach Hause.

Allg. Informationen

Seit März 2017 gibt es eine Gesetzesänderung, durch die Patienten nun die Möglichkeit haben, medizinisches Cannabis auf Kosten der Krankenkasse zu erhalten. Hierzu müssen Patient und Arzt gemeinsam eine Genehmigung bei der Krankenkasse beantragen. Dem Antrag müssen eine erfolglose andere Therapien voraus gegangen sein.Nach spätestens 5 bis 6 Wochen muss die Krankenkasse eine Antwort geben, ob sie dem Antrag zustimmt oder nicht. Bei Palliativpatienten erfolgt eine Genehmigung in der Regel innerhalb von 3 Tagen.

Medizinisches Cannabis gehört zur Gruppe der Betäubungsmittel. Deshalb erfolgt die Verordnung sämtlicher Cannabispräparate auf einem Betäubungsmittelrezept, das nach spätestens 7 Tagen in der Apotheke eingelöst werden muss, weil es sonst verfällt.

Im Gegensatz dazu gibt es auch CBD Zubereitungen, die nicht rezeptpflichtig sind und deshalb von dem Patienten frei zu kaufen und selbst zu zahlen sind. In ganz seltenen Ausnahmen bekommt man bei ganz schwierigen Krankheitsbildern eine Genehmigung von den Krankenkassen zur Kostenerstattung.


Bei welchen Erkrankungen?

Es gibt inzwischen viele Krankheitsbilder, bei denen Cannabis eingesetzt wird. Es werden jeden Tag mehr, weil viele Ärzte versuchen, empirisch immer weitere Krankheitsbilder zu behandeln. Bislang sind folgende Krankheitsbilder bekannt:

Chronische oder neuropathische Schmerzen, bei Übelkeit und Erbrechen (induziert durch Chemotherapeutika oder Opiate), bei Appetitlosigkeit, bei Epilepsie sowie bei schmerzhaften spastischen Lähmungen bei MS oder Querschnittslähmungen.

Wirkweise im Körper

Als Wirkstoffe im medizinischen Cannabis gelten die sog. Cannabinoide. Dabei handelt es sich um das Tetrahydrocannabinol (=THC=Dronabinol) und das Canabidiol (=CBD). Deren Wirkung erfolgt über Cannabinoid-Rezeptoren (CB1 und CB2). Die CB1 Rezeptoren befinden sich im zentralen Nervensystem, wodurch sich die psychotrope Wirkung von THC erkärt. Das CBD wirkt über CB2 Rezeptoren, die sich auf Immunzellen befinden, und nicht im zentralen Nervensystem. Neben diesen Wirkstoffen gibt es noch viele andere, die die Wirkung beeinflussen. Es gibt viele verschiedene Sorten an Cannabisblüten, die unterschiedliche Konzentrationen in ihrer Zusammensetzung haben. Darauf reagiert jeder Patient anders. Deshalb werden häufig zu Anfang einer Therapie verschiedene Sorten ausprobiert.

Cannabisarten

In Deutschland wird zur Zeit Cannabis aus Holland oder Kanada importiert. Deutsche Cannabisblüten werden wahrscheinlich ab 2021 zur Verfügung stehen, da diese erst noch gezüchtet werden müssen – und zwar unter Aufsicht der Gesundheitsbehörde. Die aus Holland und Kanada stammenden Blüten haben standardisierte THC- und CBD- Konzentrationen. Es gibt aber auch andere Cannabiszubereitungen, die verordnungsfähig sind, z.B. Dronabinol Lösungen, Dronabinol Kapseln oder Extrakte. Auch zwei Fertigarzneimittel stehen zur Verfügung, die bei ganz bestimmten Erkrankungen eingesetzt werden.

Nebenwirkungen

Wie bei anderen Arzneimitteln treten auch bei Cannabis Nebenwirkungen auf. Besonders häufig beschrieben sind folgende Nebenwirkungen:
Unruhe, Euphorie, Angst, Schwindel, Mundtrockenheit, Verwirrtheit, hoher Puls, Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsstörungen, Depression
Weitere Nebenwirkungen sind:
Bluthochdruck, Herzrasen, starkes Schwitzen, evtl. auch Halluzinationen

Eine Abhängigkeit kann auftreten, scheint aber geringer als bei Alkohol oder Nikotin zu sein. In den meisten Fällen ist eine Abhängigkeit nach zwei bis drei Wochen konsequenter Abstinenz von Cannabis aufgehoben.

Doch sollten Schwangere, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, bis ca. 25 Jahren kein Cannabis anwenden, da es nachweislich zu einer Störung der Gehirnwentwicklung kommen kann. Auch die Gefahr von Psychosen ist in diesem Alter deutlich erhöht.

Einnahme

Die Cannabisblüten werden mit Hilfe eines Vaporisators bzw. Verdampfers inhaliert. Cannabisextrakte oder Dronabinol Lösungen stehen zur oralen Einnahme zur Verfügung.

Bei der inhalativen Einnahme kommt es zu einer schon nach wenigen Minuten eintretenden Wirkung, die aber nur 2-3 Stunden anhält. Bei der oralen Einnahme dauert es 60 bis 90 Minuten bis die Wirkung einsetzt. Um bei der inhalativen Anwendung zu guten Wirkergebnissen zu kommen, ist die Tagesgesamtdosis in der Regel höher als bei der oralen Einnahme.

Lieferfähigkeit

Aufgrund der großen Nachfrage gibt es häufig Lieferschwierigkeiten. Das betrifft vor allem verschiedene Blütensorten. Doch für den Notfall haben wir für Sie immer etwas am Lager.